Ablauf einer physio- manualtherapeutischen Behandlung

Die Untersuchung sollte möglichst auf einem weichen Boden (wenn mgl. Platz oder Halle) stattfinden. Wichtig ist ein ruhiges Umfeld, damit Ihr Pferd entspannen kann und nicht abgelenkt wird.

Erstuntersuchung

Anamnese:
Es ist wichtig die Vorgeschichte des Pferdes zu kennen.
•    Wie wird Ihr Pferd gehalten?
•    Was und wie viel bekommt es zu fressen?
•    Hat es eine Krankenvorgeschichte?
•    Ist es schon tierärztlich untersucht worden?
•    Ist etwas vorgefallen? Ist es z.B. gestürzt? Hat es sich im Halfter aufgehängt?
•    Hat sich das Verhalten Ihres Pferdes verändert?
•    etc...

Exterieurbeurteilung:
Evtl. bestehen schon von Natur aus Problematiken des Körperbaus, welche bestimmte Erkrankungen auslösen können.
•    Besteht eine Gliedmaßenfehlstellung?
•    Sieht der Huf gut aus? Ist der Beschlag o.k.?
•    Ist die Huf-Fessel-Achse korrekt?
•    Wie ist der Rückenbau, die Halsform?
•    Gibt es auffällige Stellen am Körper? z.B. Dellen, Asymmetrie der Muskulatur, Wunden, Beulen, Schwellungen, ...
•    etc...
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Ganganalyse:
Vorführen des Pferdes im Schritt und Trab auf hartem Boden, ggf. schau ich mir das Pferd unter dem Sattel an.

Palpation:
Bei der Palpation wird Ihr Pferd auf Wärmeunterschiede, sowie Veränderungen, Schwellungen, Narben usw. abgesucht.

Test und Mobilisation/ Manipulation der Gelenke:

Jetzt werden alle Gelenke auf ihre Funktion und Beweglichkeit getestet und ggf. mobilisiert oder manipuliert.


Kontrolle der Zähne und Test des Kiefergelenkes:

Die Zähne werden Auf Frakturen, Haken, Verletzungen der Mundschleimhaut etc.  kontrolliert.
Das Kiefergelenk wird getestet und ggf. mobilisiert.

Physikalische Therapie:
Abhängig von der Therapie  kommt auch die  Magnetfeldtherapie, Massagen, Wärme- oder Kälteanwendung zum Einsatz.

Check der Ausrüstung:
Nach der Behandlung schaue ich mir Ihre Ausrüstung (Sattel, Trense) auf Passgenauigkeit an und berate Sie gerne.


Nach einer physio- manualtherapeutischen Behandlung sollte Ihr Pferd zwei Tag pausieren und den Weidegang/ Freilauf genießen.

 

Gegebenenfalls werden zusätzlich folgende Diagnose- und Behandlungsverfahren angewendet.


Diagnostische Akupunktur:
Bei dieser Untersuchung werden die diagnostischen Akupunkturpunkte auf ihre Empfindlichkeit getestet um dann eine darauf abgestimmte Therapie durchführen zu können. 
Zur weiteren Unterstützung Ihres Pferdes zeige ich Ihnen gerne Akupressurpunkte, die Sie dann selbst anwenden können.


Stresspunktmassage:

Es werden die 25 Stresspunkte (Triggerpunkte) auf Schmerzhaftigkeit getestet um ggf. direkt auf Muskelverspannungen reagieren und diese behandeln zu können.

Nachuntersuchung:


Feedback vom Besitzer:
Es ist wichtig für mich, vom Besitzer ein Feedback zu bekommen, wie das Pferd auf die letzte Behandlung reagiert hat und ob wie erwartet eine Besserung der Beschwerden eingetreten ist. 

Befundbezogene Therapie:

Die Nachbehandlung wird nach dem Befund der Erstbehandlung erfolgen. Die aufgefallenen positiven Tests werden wiederholt, verglichen und ggf. erneut therapiert.


Auf Wunsch  biete ich natürlich die Behandlungsmethoden auch einzeln an.